Alte Schweizer Lieder und Tänze

Nächstes Konzerte: 1. Oktober, 15.00 Uhr, Chateau de Gruyères

Lateinisch mirabilis heisst «wundersam» oder «staunenswert». Das passt punktgenau auf die Art und Weise, wie das Ensemble die populäre Musik des 16. Jahrhunderts zum Klingen bringt. Wer beim Stichwort Renaissance zarte Lautenklänge und Blockflöten erwartet, sieht sich hier eines Besseren belehrt. Das Quartett rund um die Vollblutmusikanten Markus Maggiori und Daniel Som gibt den Märschen, Tänzen und Liedern der alten Eidgenossenschaft ungewohnten Schwung und Rhythmus mit. Die unzimperlichen Melodien und Texte aus den Tabulaturen und Liederbüchern um 1550 widerspiegeln ein ungebärdiges Zeitalter: Mit dem Stierenmarsch führten Pfeifer und Trommler einst die Reisläufer aus den Bergen ins Schlachtgetümmel, und das Lied vom fidelen Drescher machte an manch einem Tavernentisch die Runde.


Grösstmögliche Authentizität mit Originalinstrumenten und eingehendem Studium der historischen Aufführungspraxis: mit diesem Ziel wurde «Mirabilis» vor einem Dutzend Jahren im Umkreis der Schola Cantorum Basiliensis gegründet. Für diese Produktion neu zugezogen wurden Fidelspieler Mathias Weibel und die Sängerin Eva Enderlin, deren herbe Stimme dem anzüglichen Buhllied ebenso gerecht wird wie der uralten Sterndreherweise.

 


 

 

 
Demos (mp3):
Chorea Meitlin 1456 KB
Zum nüwen Jahr 1147 KB
Buurendantz 989 KB